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  Glauben lernen, ich kann nicht glauben
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Glauben lernen?   Ich kann nicht glauben.

Vorhin hatten wir gehört, dass die christliche Botschaft [die wir von einem Mitmenschen mündlich erfahren können oder durch Begebenheiten im Leben oder auch durch das Lesen in der Bibel], also: diese Botschaft ist zuerst für das Herz bestimmt und erst im zweiten Schritt für den Verstand: Und das Verstehen des Herzen ist ein Wecken desselben.

Für viele Christen ist "der Glaube" - der Glaube an Jesus den Erlöser von Sünde und Tod - die zentrale Botschaft. Das ist richtig. Aber selbst von Mutter Teresa wissen wir, dass sie nur schwer glauben konnte und viele Zweifel hatte.

Das Christentum hat mehr Botschaften. Eine davon heißt: "Nun aber bleiben: Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen."

Wenn du also Schwierigkeiten hast, den Glauben zu lernen, dann übe doch Liebe [Agape, Caritas] ein. Wenn dein Glaube geweckt werden soll, dann schläft er nur. Und Schläfrigkeit überwindet man durch Tätigkeit. So einfach ist das.

Die den Glauben weckende Tätigkeit ist die Caritas - es ist die Bestrebung, die den Nebenmenschen in seiner Freiheit fördernde Nächstenliebe. [Damit ist aber nicht das "Helfersyndrom" oder die allbekannte "Affenliebe" gemeint.]

Du kennst sicher auch das berühmte Doppelgebot der Bibel: Liebe Gott über alles und deinen Nebenmenschen wie dich selbst. Und auch hier kann die Einübung der Liebe [auch wenn man sich Gott noch nicht gläubig zuwenden kann] ganz unten beginnen - und zwar bei sich selbst.

Übrigens: Jeder Psychologe kennt diesen Kernpunkt vieler Therapien: Du musst zuerst anfangen, dich selber anzunehmen,  so wie du bist (also sich selber lieben). Doch das ist nur der Anfang. Im gleichen Maße sollst du deinen Nebenmanschen akzeptieren und ihn in seiner Freiheit fördern. Das ist die tätige Liebe, die noch über dem Glauben steht. Aus ihr erwächst mit der Zeit die Liebe zu Gott.

Christlicher Glaube und christliche Gottessuche ist nichts für träge, untätige Menschen. Die Trägheit und Schläfrigkeit des Herzens ist oft nur die Folge von einer gewissen Bequemlichkeit in unserem Handeln und Denken.
 

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ak. 13.10.2011  
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